Titelbild inform – Das Magazin für Sicherheit und Gesundheit. Heft 3 September 2020

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Titel von DGUV forum 7/2020

Gefahren durch Klimawandel verlangen verbesserte Prävention

Feuerwehrleute leben gefährlich

Mehr als 1,3 Millionen freiwillige Feuerwehrleute in Deutschland sind durch ihren Dienst einem durchschnittlich deutlich höheren Unfallrisiko ausgesetzt als andere Berufsgruppen. Sie alle sind bei den entsprechenden Unfallkassen gegen die Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten versichert. Im Jahr 2019 erlitten Angehörige der freiwilligen Feuerwehr 4.507 meldepflichtige Arbeitsunfälle und 384 Wegeunfälle, es kam zu 6 Todesfällen. In 2.454 Fällen wurden neue Renten an Versicherte oder ihre Hinterbliebenen ausgezahlt. Eine Rente ist ein Indiz für einen besonders schweren Unfallverlauf.

Arbeiter in einer Industrieanlage

Geänderte Vorgehensweise in den DGUV Informationen

Notfalleinsatz von Feuerwehren mit Gasmessgeräten

Der Notfalleinsatz von Feuerwehren mit Gasmessgeräten ist oft unvorhersehbar und zeitkritisch. Dabei bleibt in der Praxis keine Zeit für den Anzeigetest mit der Aufgabe von Prüfgas vor dem Einsatz. Die Projektgruppe "Mess- und Warngeräte für gefährliche Gaskonzentrationen" des Sachgebietes "Explosionsschutz" hat in Abstimmung mit dem Sachgebiet "Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen" der DGUV daher eine geänderte Vorgehensweise in den DGUV Informationen 213-056 "Gaswarneinrichtungen für toxische Gase/Dämpfe und Sauerstoff – Einsatz und Betrieb" und 213-057 "Gaswarneinrichtungen für den Explosionsschutz – Einsatz und Betrieb" festgelegt. Das Infoblatt FBFHB-020 stellt die Verfahrensweise zur Durchführung der notwendigen Kontrollen kurz und übersichtlich dar und ersetzt übrigens das Infoblatt Nr. 05 zum gleichen Thema aus dem Jahr 2014.

Neue DGUV-Regel für die Branche Grün- und Landschaftspflege

Gefahren bei der Baumpflege werden oft unterschätzt

Arbeiten in der Grün- und Landschaftspflege fallen in zahlreichen Betrieben an: Hausmeister erledigen sie ebenso wie Beschäftigte von kommunalen Bauhöfen, Straßenmeistereien, der Wasserwirtschaft oder der Schloss- und Gartenverwaltungen der Länder. Die Tätigkeiten sind mit vielen Gefahren verbunden, die oft unterschätzt werden. So passieren etwa bei Schnittarbeiten an Bäumen immer wieder schwere Unfälle. Standort und Umgebung eines Baums erfordern häufig spezielle Schnitt- und Abseiltechniken, für die die Beschäftigten eine umfangreiche Ausbildung und Erfahrung benötigen. Die neue Branchenregel "Grün- und Landschaftspflege" der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) ersetzt nun die DGUV Regel 114-017 "Gärtnerische Arbeiten". Der Anhang der Branchenregel enthält Praxishilfen wie Musterbetriebsanweisungen, Beauftragungen, Checklisten, Prüfprotokolle und Regelpläne.

Außerdem kostenlos zum Download: "DGUV-Regel 114-610 für die Branche Grün- und Landschaftspflege"