19.07.2021 - Wichtige Info für Helfer*innen

Einsatz im Hochwassergebiet

Wer als Mitglied bei einem Hilfsleistungsunternehmen in Hessen wegen der aktuellen Hochwasserlage in Rheinland-Pfalz oder Nordrhein-Westfalen im Einsatz ist, ist dabei über die Unfallkasse Hessen unfallversichert (Freiwillige Feuerwehren, Beschäftigte und Ehrenamtliche des Arbeiter-Samariter-Bundes, der Johanniter Unfallhilfe e. V., der Malteser Hilfsdienst gGmbH sowie deren medizinischen Dienste als auch die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft e. V.). Helfer*innen, die nicht über ein Hilfeleistungsunternehmen organisiert sind, stehen auch unter gesetzlichem Unfallversicherungsschutz, allerdings bei der jeweils zuständigen Unfallkasse in Rheinland-Pfalz oder Nordrhein-Westfalen. Wir helfen Ihnen unter beratung@ukh.de oder 069 29972-440 gerne weiter.


Der Versicherungsschutz umfasst nicht nur die direkte Nothilfe für verletzte Personen. Auch die Beseitigung der Trümmer, um damit einen Beitrag zu leisten, die eingetretene Notlage durch den Ausfall der Wasser- und Energieversorgung zu beseitigen oder fehlende Zufahrtswege wiederherzustellen, gelten als versicherte Tätigkeiten.

Die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung umfassen Heilbehandlung sowie psychologische Betreuung. Darüber hinaus sind auch Hilfen zur beruflichen und sozialen Wiedereingliederung möglich. Bei bleibenden Gesundheitsschäden erhalten Betroffene eine finanzielle Entschädigung. Im Rahmen der Nothilfe ist ausnahmsweise auch der Ersatz von beim Einsatz aufgetretenen Sachschäden möglich. 

Ansprechpartner für Ersthelfende in der Flutkatastrophe sind die Unfallkassen der betroffenen Bundesländer. Betroffene können sich unter den folgenden Nummern an die jeweiligen Unfallkassen wenden. 


Unfallkasse Rheinland-Pfalz
Telefon: 02632 960-1110
Fax: 02632 960-1011
E-Mail: notfall[at]ukrlp.de

Darüber hinaus hat das Land Rheinland-Pfalz für alle Betroffenen eine Hotline zur psychosozialen Unterstützung unter 0800 001 0218 (8:00 Uhr - 20:00 Uhr) eingerichtet.

Unfallkasse Nordrhein-Westfalen
Telefon: 0211-2808-2624
Mobil: 0173-5866607
E-Mail: T.Renner[at]unfallkasse-nrw.de

Bayerische Landesunfallkasse
Telefon: 089 36093 440
E-Mail: entschaedigung[at]bayerluk.de

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Warnung des Rettungsdienstausschusses Bayern vom 14.09.2021

Potenzielle Sicherheitsgefahr durch Vollgesichtsmasken bei Tauchgerätschaften

Die Fa. Dräger liefert aktuell Tauchgerätschaften aus, die sog. Vollgesichtsmasken enthalten. Diese Vollgesichtsmasken enthalten Restdruckwarneinrichtungen, welche dem Taucher einen zu geringen Flaschenrestdruck via Klopfzeichen an der Schläfe signalisieren (sog. Specht). Es wurde durch Einheiten der Wasserwacht Bayern zufällig festgestellt, dass sich diese Restdruckwarneinrichtung vom Maskenkörper lösen kann, vermutlich aufgrund eines Konstruktionsfehlers. Sollte dies der Fall sein, kann die Vollgesichtsmaske sofort mit Wasser volllaufen. Damit besteht absolute Lebensgefahr für den Taucher. Zudem reißt sofort die Sprechverbindung zur Leinenführung an Land ab. Die Fa. Dräger hat nach unserer Information gebeten, sämtliche Vollgesichtsmasken vorerst zu sperren. Zur Sicherheit sollte geprüft werden, ob der Konstruktionsfehler auch andere Maskentypen bzw. -herstellungsserien betrifft. Die Warnmeldung können Sie hier nachlesen.

Feuerwehren im Hochwassereinsatz

Spannungswarner für überflutete Bereiche richtig einsetzen

Wegen der aktuellen Lage weisen wir nochmal auf Folgendes hin: Um auszuschließen, dass es für Feuerwehrangehörige zu Gefährdungen durch elektrischen Strom beim Hilfeeinsatz in überfluteten Bereichen kommen kann, können Spannungswarner zum Einsatz kommen.

Herzlichen Glückwunsch!

Feuervögel Berkach sahnen 1. Preis ab

Beim Wettbewerb der Kinderfeuerwehren belegten die Feuervögel Berkach der Freiwilligen Feuerwehr Groß-Gerau den 1. Platz. Ihr Beitrag "Kinderfeuerwehr im Homeoffice" begeisterte die Jury.

Online-Angebot für Kreisbrandinspektor*innen

Info-Veranstaltung für die Freiwilligen Feuerwehren 

Diese Veranstaltung richtet sich vor allem an die "neuen" Kreisbrandinspektoren*innen und soll auch weiteren Führungskräften in den hessischen Freiwilligen Feuerwehren offen stehen.
 
Folgende Inhalte sind geplant:

- Aufgaben und Leistungen der UKH
- Vorstellung des technischen Prüfdienst Hessen
- Zusammenarbeit von UKH und hessischen Feuerwehren
- Offene Fragerunde
 
Termin: 07.09.2021 von 10:00 - 13:00. Interessierte können sich hier anmelden.