07.11.2018 - NOVEMBER 2018

Sicherer Umgang mit Druckgasbehältern bei der Brandbekämpfung

Druckgasbehälter wie Flüssiggas- oder Acetylenflaschen können Einsatzkräfte bei der Brandbekämpfung ernsthaft gefährden, denn bei zu starker Erwärmung besteht die Gefahr, dass sie "zerknallen". Der Zerknall einer Flüssiggas- oder Acetylenflasche geht mit einer Druckwelle, einem Feuerball und Trümmerflug einher. Solche Ereignisse haben in der Vergangenheit schon häufig zu schweren oder tödlichen Verletzungen geführt. Um das Risiko im Einsatz zu minimieren, haben Fachleute unter der Leitung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) Einsatzhinweise erarbeitet. Sie sind in zwei überarbeiteten DGUV Informationen zusammengefasst.

Die Merkblätter geben konkrete Handlungsempfehlungen für verschiedene Brandszenarien, an denen Flüssiggas- bzw. Acetylenflaschen beteiligt sind. Teilweise stimmen die getroffenen Empfehlungen mit denen aus früheren Merkblättern überein. In anderen Fällen weichen sie deutlich von früheren Einsatzhinweisen ab. So wird beispielsweise im Merkblatt zu Acetylenflaschen im Brandeinsatz dringend davon abgeraten, durch den Brand erhitzte Acetylenflaschen zu bewegen, wie zum Beispiel diese zum Kühlen in ein Wasserbad zu transportieren. Neben praktischen Hinweisen vermitteln die Merkblätter auch Hintergrundwissen, um die Akzeptanz der getroffenen Handlungsempfehlungen zu erhöhen.

Die fachliche Grundlage der Empfehlungen bilden langjährige wissenschaftliche Untersuchungen der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM). Für eine möglichst umfassende Betrachtung der Problemstellung haben neben der DGUV und der BAM auch die Gasverbände IGV (Industriegaseverband) und DVFG (Deutscher Verband Flüssiggas), verschiedene Feuerwehrunfallkassen (HFUK Nord - Hanseatische Feuerwehr Unfallkasse Nord, FUK Mitte - Feuerwehr-Unfallkasse Mitte), die Firma Linde AG, die Berliner Feuerwehr sowie die Vereinigung zur Förderung des dt. Brandschutzes - vfdb e.V. (Referat 10 "Umweltschutz") an der Erarbeitung mitgewirkt.

Die Empfehlungen zu wärmebeaufschlagten Acetylenflaschen wurden unter Beteiligung der BAM bereits vor einigen Jahren in den "Operational guidance for the fire and rescue service" für Feuerwehren in Großbritannien umgesetzt.

Die beiden DGUV Informationen stehen in der Publikationsdatenbank der DGUV ab sofort zur Verfügung, die gedruckten Fassungen sind voraussichtlich ab Mitte November lieferbar:

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inform Magazintitel 3 2018

Ausgabe 3/2018

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Am 24. September versenden wir die Ausgabe 3/2018 unseres Fachmagazins für Sicherheit und Gesundheit "inform". Die aktuelle Ausgabe und exklusive Onlinespecials finden Sie ab dem 21. September auf www.inform-online.ukh.de!

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September 2018

Warnung: Feuerlöscher des Typs Mono F60 nicht nutzen!

Das Sachgebiet "Betrieblicher Brandschutz" im Fachbereich "Feuerwehren, Hilfeleistung, Brandschutz" warnt dringend vor der Benutzung von Fettbrand-Löschern des Typs Mono F60 (Hersteller: Werner/GERMANIA). Die BGN hat mehrere dieser Feuerlöscher von Sachverständigen überprüfen lassen. Es besteht der Verdacht, dass Mono-F60-Löscher nicht das Originallöschmittel enthalten. Der Löscher ist dann nicht zur Fettbrandbekämpfung geeignet. Sein Einsatz kann zu lebensbedrohlichen Brandverletzungen führen. Man erkennt den Löscher an seinem ungewöhnlichen Griff und der Löschlanze. Es wird gebeten, die Aufsichtsdienste zu informieren.

August 2018

Sicherheitshinweis für Akkus von Adalit-Leuchten

Die Firma Adaro Tecnología S.A. hat für den Akku von Adalit-Leuchten der Modelle L.3000 und L.3000Power, die zwischen Januar 2016 und Juni 2017 verkauft wurden, einen Sicherheitshinweis heraus gegeben. Diese Lampen werden auch für den Einsatz bei Feuerwehren beworben. Somit ist davon auszugehen, dass diese Lampen dort auch beschafft wurden. Gemäss des Sicherheitshinweises der Firma sollen diese Lampen erst nach dem Austausch des eventuell fehlerhaften Akkus wieder aufgeladen werden.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem beigefügten Sicherheitshinweis der Firma bzw. finden Sie diese hier …