UKH verbessert Mehrleistungen

Gemäß § 21 der Satzung der Unfallkasse Hessen i. V. mit der Mehrleistungssatzung werden neben den Regelleistungen zusätzlich Mehrleistungen gewährt. Auf diese Leistungen besteht ein Rechtsanspruch.

    Mehrleistungen während der Heilbehandlung und Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

    Anspruch auf Mehrleistungen besteht, solange Versicherte infolge des Versicherungsfalles arbeitsunfähig sind oder wegen einer Maßnahme der Heilbehandlung eine ganztägige Erwerbstätigkeit nicht ausüben können oder Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erhalten (Übergangsgeld). Berechtigte im Sinne der Mehrleistungssatzung erhalten ein Fünfzehntel des Mindestbetrages für das Pflegegeld, wenn die unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit länger als sechs Wochen ununterbrochen andauert. Ab 01.07.2018 beträgt die Mehrleistung 24,13 € täglich. Weiterhin wird ein etwaiger Unterschiedsbetrag zwischen dem Verletztengeld (oder Übergangsgeld) und dem wegen der Arbeitsunfähigkeit entgangenen regelmäßigen Nettoarbeitsentgelt oder Nettoarbeitseinkommen gezahlt. Für die Berechnung der Mehrleistungen während der Heilbehandlung und während der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben gelten Höchst- und Mindestbeträge.

    Das kalendertägliche Nettoarbeitseinkommen bei Selbstständigen beträgt danach mindestens den 480. Teil der im Zeitpunkt des Versicherungsfalles maßgebenden Bezugsgröße. Das Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen  ist bis zu einem Betrag in Höhe des 360. Teils des Höchstjahresarbeitsverdienstes zu berücksichtigen.

    Mehrleistungen zur Versichertenrente

    Als Mehrleistungen zur Versichertenrente
    werden gezahlt:

    • zur Vollrente monatlich das Zweieinhalbfache des Mindestbetrages für das Pflegegeld,
    • zu einer Teilrente der Teil dieses Betrages, der dem Grad der Minderung der Erwerbsfähigkeit entspricht, für den die Rente gezahlt wird.

    Die Versichertenrente ohne Schwerverletztenzulage und die Mehrleistungen dürfen zusammen 85 v. H. des Höchstjahresarbeitsverdienstes nicht überschreiten.

    Mehrleistung für Schwerverletzte

    Feuerwehrangehörige, die einen Anspruch auf eine Versichertenrente nach einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von 80 v. H. oder mehr haben, erhalten zu den laufenden Mehrleistungen eine einmalige Entschädigung in Höhe von 80.000,- €, wenn sie infolge des Versicherungsfalles einer Erwerbstätigkeit nicht mehr nachgehen können.

    Mehrleistung zum Sterbegeld

    Die Mehrleistung zum Sterbegeld beträgt das 20-Fache des Mindestbetrages für das Pflegegeld. Sie wird an denjenigen gezahlt, der die Kosten der Bestattung trägt.

    Mehrleistungen an Hinterbliebene

    Die Mehrleistungen zu einer Hinterbliebenenrente betragen:

    • bei einer Hinterbliebenenrente von 20 v. H. des Jahresarbeitsverdienstes monatlich sechs Zehntel,
    • bei einer Hinterbliebenenrente von 30 v. H. des Jahresarbeitsverdienstes monatlich neun Zehntel,
    • bei einer Hinterbliebenenrente von 40 v. H. des Jahresarbeitsverdienstes monatlich zwölf Zehntel

    des Mindestbetrages für das Pflegegeld nach § 44 Abs. 2 SGB VII.

    Die Hinterbliebenenrenten und die Mehrleistungen dürfen zusammen 80 v. H. des Höchstjahresarbeitsverdienstes nicht überschreiten.

    Neben diesen laufenden Mehrleistungen wird bei Tod infolge des Versicherungsfalles eine einmalige Entschädigung in Höhe von 30.000,- € gezahlt. Diese Leistung entfällt, wenn bereits die einmalige Mehrleistung für Schwerverletzte wegen der Folgen des Versicherungsfalles ausgezahlt wurde.

    Download Satzung und Mehrleistungssatzung der Unfallkasse Hessen, Stand 2014